Übernahmebereitschaft

§ 1898 I BGB bestimmt, daß zur Übernahme einer Betreuung verpflichtet ist, wer nicht in Verhältnissen lebt, die das unzumutbar machen. Andererseits darf aber nach § 1898 II BGB nicht ernannt werden, wer sich zur Übernahme nicht freiwillig bereit erklärt hat. Das bedeutet: Wer sich zu Unrecht weigert, eine Betreuung zu übernehmen, muß allenfalls den Verzögerungsschaden ersetzen (§§ 1908i I 1, 1787 I BGB), kann aber nicht zur Übernahme der Betreuung gezwungen werden.

Einverständnis der Anstellungskörperschaft

Bei Vereins- und Behördenbetreuern ist die Zustimmung der Anstellungskörperschaft erforderlich (§ 1897 II BGB). Auch das weitere Amt hängt von diesem Einverständnis ab. Vereins- und Behördenbetreuer sind daher abzuberufen, wenn die Anstellungskörperschaft es verlangt (§ 1908b IV 1, 3 BGB) und erst recht, wenn sie aus ihr ausscheiden oder sie aufgelöst (bzw. dem Verein die staatliche Anerkennung entzogen) wird. Das Gericht kann allerdings bestimmen, daß sie die Betreuung als Privatperson fortführen (§ 1908b IV 2 BGB).

 
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