Zusammenfassung

Die Grundsätze des Betreuerhandelns lassen sich somit folgend zusammenfassen:

Der Betreuer hat Entscheidungen in aller Regel auf der Grundlage der subjektiven Sicht des Betreuten zu treffen. Diese Grundlage wird von den aktuellen Wünschen des Betreuten und/oder von dessen autonomem Lebensplan gebildet.

In der Regel ist auf dieser subjektiven Grundlage eine objektive Wertung zu treffen, welches Handeln dem Wohl des Betreuten entspricht bzw. nicht widerspricht.

Auf objektiver Grundlage hat der Betreuer gegen die Wünsche und Vorstellungen des Betreuten zu entscheiden, wenn:

  • gesetzlich vorgegebene Wertungen keine andere Entscheidung zulassen,

  • die äußeren Umstände den Handlungsrahmen einengen oder

  • eindeutige objektive Interessen von elementarer Bedeutung entgegenstehen.

Wenn jegliche Hinweise auf die subjektive Sicht des Betreuten fehlen, hat der Betreuer allgemeine Wertvorstellungen zur Basis seiner Entscheidung zu machen.

Bleiben unter Berücksichtigung dieser Grundsätze mehrere Handlungsmöglichkeiten, eröffnet dieses dem Betreuer einen Gestaltungsspielraum.

 
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